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Barrierefreiheit bei der Bahn - Es gibt noch viel zu tun

Verantwortlicher Autor: Klaus Krönert Berlin, 18.05.2023, 14:00 Uhr
Presse-Ressort von: Klaus Krönert Bericht 9493x gelesen
Ein Hublift für einen Rollstuhl vor einer Regionalbahn
Ein Hublift für einen Rollstuhl vor einer Regionalbahn  Bild: Klaus Krönert/EU-Schwerbehinderung

Berlin [ENA] Barrierefreiheit ist bei der Deutschen Bahn immer noch problematisch wie eine aktuelle Auswertung zeigt. Die Bahn betont "Die Deutsche Bahn (DB) unternimmt große Anstrengungen, um Reisenden mit Mobilitätseinschränkungen eine selbstbestimmte Mobilität zu ermöglichen."

Mobilität ist eines der größten menschheitlichen Errungenschaften, die gerade für Menschen mit Behinderungen ihre Grenzen findet, wenn es darum geht, die Angebote von Bahn und Personennahverkehr barrierefrei zu nutzen. Gerade Menschen die auf Gehhilfen wie Rollstuhl, Gehwagen oder Krücken angewiesen sind, freuen sich, wenn die Rampe zum Transportmittel nicht ebenerdig ist und Barrieren überwunden werden müssen, oder der Platz für den Rollstuhl nicht gegeben ist. "Menschen mit Behinderungen haben die gleichen Bedürfnisse wie Menschen ohne Behinderungen: Sie wollen sich flexibel bewegen und selbständig von A nach B kommen.", schreibt dazu der Verband "VCD - Mobilität für Menschen."

Dabei hat der VCD nicht nur die Barrierefreiheit auf dem Weg zu einem Bahnhof thematisiert, sondern bewertet als größtes Problem die Bahnsteigkanten, die historisch bedingt, oft unterschiedliche Höhen aufweisen und bundesweit vereinheitlicht werden müssten. Eine einheitliche Höhe der Bahnsteigkanten ist zwar notwendig, beseitigt aber das Problem nicht, denn selbst die Züge weisen unterschiedliche Höhen an den Türen auf. Bestes Beispiel sind dabei die modernen ICE-Züge der Deutschen Bahn, oder die Regionalzüge. Welch Freude, wenn da man einer ebenerdig erreichbar ist und das Befahren ohne Mobilitätshilfe ermöglicht wird. Welch Freude, die eher eine Seltenheit darstellt.

"Wo kein niveaugleicher Einstieg möglich ist, kommen als Einstiegshilfen mobile Rampen oder Hublifte zum Einsatz, die mal am Bahnsteig warten, mal im Zug mitfahren. Das Ziel muss aber sein, dass alle Reisenden ohne Einstiegshilfe, ohne Assistenz durch das Personal und ohne Voranmeldung in den Zug kommen – erst dann ist selbstbestimmte Mobilität auch für mobilitätseingeschränkte Menschen möglich," stellte auch der VCD in seinem Bahntest fest.

Im Bundestag ist es zurzeit kaum ein Thema, wenn es um notwendige Beschlüsse zur Barrierefreiheit bei der Bahn oder den Personennahverkehr geht. Allerdings auch ein Problem, denn gerade im Personen Nahverkehr handelt es sich häufig um private Unternehmen oder solche in Verantwortung der Bundesländer und Kommunen. Im Bereich des Bundes, fällt nur die Deutsche Bahn (DB).

"Nach Auskunft der Deutschen Bahn AG (DB AG) wurden im Jahr 2022 an 720 Verkehrsstationen bauliche Maßnahmen durchgeführt, wodurch die Barrierefreiheit an 1.110 Bahnsteigen verbessert wurde. Unter anderem habe die DB AG 540 Verkehrsstationen mit taktilen Handlaufschildern ausgestattet, mit deren Hilfe sich blinde und sehbehinderte Reisende orientieren können, heißt es in der Antwort der Bundesregierung (20/6736) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (20/6288), " hieß es heute vom Bundestag. Mehr Infos: https://bit.ly/EU-Schwerbehinderung-DB-Barrierefreiheit

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